Auf einen Blick
- Betrag
- 5.000 € – 60.000 €
- Laufzeit
- 36 – 84 Monate
- Auszahlung
- nach Solarteur-Angebot
- KfW-270 möglich
- ja, über Hausbank
- Amortisation
- 8 – 12 Jahre
- Modul-Lebensdauer
- 25 Jahre garantiert
Hinweis zu Affiliate-Links: KreditKompass ist Vergleichsportal — kein Kreditvermittler. Die Abwicklung erfolgt direkt beim jeweiligen Anbieter. Wir erhalten für vermittelte Anfragen eine Provision. Die angezeigten Konditionen werden dadurch für dich nicht teurer und die Reihenfolge der Empfehlungen nicht beeinflusst.
Was ist ein Solarkredit?
Ein Solarkredit finanziert Photovoltaikanlagen, Stromspeicher, Wallboxen oder Solarthermie. Anders als bei den meisten anderen Konsumentenkrediten hat hier die Investition selbst eine messbare Rendite: eine durchschnittliche 10-kWp-Anlage auf einem Einfamilienhaus produziert 9.000–10.000 kWh Strom pro Jahr und spart bei Eigenverbrauch + Einspeisevergütung 1.500–2.500 € — bei Investitionskosten von 18.000–25.000 € amortisiert sie sich in 8–12 Jahren.
Damit ist der Solarkredit einer der wenigen Konsumentenkredite, bei denen sich die Rate praktisch durch Eigeneinsparungen finanziert. Über die typische Laufzeit von 7 Jahren liegen Kreditrate und Stromkosten-Ersparnis oft auf gleichem Niveau — du zahlst die Anlage faktisch mit Geld zurück, das du sonst dem Energieversorger überwiesen hättest.
Wir filtern im Vergleich Anbieter mit besonders günstigen Konditionen für zweckgebundene Solar-Finanzierung und zeigen Wege, die KfW 270 (Erneuerbare-Energien-Standard) als Förderkredit zu kombinieren. Damit liegen die Effektivzinsen oft unter 4 % — selbst inklusive Marge der Hausbank.
Für wen eignet sich ein Solarkredit?
Typische Profile aus unserer Beratungspraxis — wenn du dich wiederfindest, nutze direkt den Konfigurator oben.
Jürgen, 53, Hausbesitzer
Strompreise hoch, Süddach mit 65 m² ungenutzt.
Bedarf: 10 kWp PV + 8 kWh Speicher für 25.000 €, lange Laufzeit gewünscht.
Carla, 41, Eigentümerin
Kompakte Standardanlage, Eigenverbrauch im Vordergrund.
Bedarf: 8 kWp ohne Speicher, ca. 14.000 €, 84 Monate Laufzeit.
Dimitri, 38, Eigentümer
E-Auto vorhanden, plant Wallbox + große Anlage + Speicher.
Bedarf: 15 kWp + 12 kWh Speicher + Wallbox = 38.000 € Komplettpaket.
Schritt-für-Schritt zum Solarkredit
Eine Solar-Anlage zu finanzieren ist mehr als nur einen Kredit aufzunehmen — die Anlagengröße, Speicher-Entscheidung und Förderung müssen passen. So gehst du vor.
- 1
Eigenen Stromverbrauch ermitteln
Letzte 2–3 Jahresabrechnungen prüfen. Faustregel: pro 1.000 kWh Jahresverbrauch ca. 1 kWp Anlagenleistung. Bei E-Auto und Wärmepumpe entsprechend höher. Bei verfügbarer Dachfläche eher etwas größer planen.
- 2
Dach-Eignung prüfen
Statik (trägt das Dach das Gewicht?), Ausrichtung (Süd-, Ost- oder Westdach), Verschattung (Bäume, Nachbarhäuser), Dachalter. Solarteur kommt zur Vor-Ort-Begehung — meistens kostenlos. Bei Dächern älter als 20 Jahre oft Sanierung vor PV sinnvoll.
- 3
Speicher-Entscheidung treffen
Speicher lohnt sich bei niedrigem Tagesverbrauch (Berufstätige) oder geplantem E-Auto. Eigenverbrauchsanteil steigt von 30 % auf 60–80 %. Investition zusätzlich 5.000–12.000 €. Amortisation 10–14 Jahre statt 8–12 Jahre ohne.
- 4
Solarteur-Angebote einholen
Mindestens 3 Angebote von zertifizierten Fachbetrieben. Wichtig: Tier-1-Module (Trina, JinkoSolar, Q-Cells) für verlässliche Garantien, deutscher Wechselrichter (SMA, Fronius), Speicher mit BMS. Komplettpreis (Material + Installation + Inbetriebnahme).
- 5
KfW 270 oder freien Solarkredit prüfen
KfW 270 über Hausbank: 0,3–1,0 Prozentpunkte günstiger, aber 4–8 Wochen Bearbeitung. Freier Solarkredit (Smava, ING): schneller, etwas teurer. Bei kleineren Anlagen unter 15.000 € oft Direktbank effizienter, bei größeren Anlagen + Speicher KfW.
- 6
Konditionenanfrage stellen
Bei 2–3 Direktbanken Konditionenanfrage für zweckgebundenen Solarkredit. Schufa-neutral, kostenlos. Parallel KfW-Antrag über Hausbank prüfen — manche Hausbanken bieten KfW 270 nicht an, dann andere Hausbank kontaktieren.
- 7
Vertrag mit Solarteur und Bank koordinieren
Solarteur-Auftrag und Kreditvertrag zeitlich abgestimmt. Bei KfW-Antrag: erst Förderung beantragen, dann Solarteur beauftragen. Bei freiem Solarkredit: parallele Bearbeitung möglich. Anzahlung an Solarteur erst nach Kreditzusage.
- 8
Anlage installieren lassen
Standard-Installation 2–5 Tage je nach Größe. Inbetriebnahme durch Solarteur, Anmeldung beim Netzbetreiber, Eintragung im Marktstammdatenregister (Pflicht). Übergabe-Protokoll für Garantie und Förder-Verwendungsnachweis aufbewahren.
- 9
Steuer- und Buchungsfragen klären
Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden seit 2023 mehrwertsteuer- und einkommensteuerfrei. Keine Buchhaltung, keine USt-Voranmeldungen. Bei größeren Anlagen normale Versteuerung — Steuerberater einbeziehen.
- 10
Tilgung mit Eigenverbrauchs-Ersparnis abstimmen
Erste Kreditrate ca. 30 Tage nach Auszahlung. Stromrechnung sollte parallel sinken (Eigenverbrauch). Faustregel: Kreditrate gleicht ungefähr die Stromkosten-Ersparnis aus — die Anlage finanziert sich praktisch selbst. Bei zusätzlicher Einspeisevergütung Überschuss nutzen für Sondertilgung.
Voraussetzungen
Solarkredite sind zweckgebunden — Banken wollen wissen, dass das Geld in eine wertsteigernde Anlage fließt:
| Eigentum | oder schriftliche Zustimmung des Vermieters |
|---|---|
| Solarteur-Angebot | mit Anlagengröße und Einspeise-Prognose |
| Dach-Statik | tragfähig, Süd-/Ost-/Westausrichtung |
| Einkommen | fest, deckt Rate ohne Strompreis-Spielraum |
| KfW 270 prüfen | als Förderkredit oft 0,3–1,0 % günstiger |
| Versicherung | Photovoltaik-Police für Modul-Schäden empfehlenswert |
Kosten, Zinsen & Beispielrechnungen
Repräsentative Beispiele gemäß §6a PAngV — diese Konditionen sollen laut Gesetz für mindestens zwei Drittel der Kunden erreichbar sein.
8 kWp ohne Speicher
§6a PAngV repräsentativ
- Nettobetrag
- 14.000 €
- Laufzeit
- 84 Monate
- Sollzins
- 4,29 % p. a.
- Effektivzins
- 4,42 % p. a.
- Monatsrate
- 192,50 €
- Gesamtbetrag
- 16.170,00 €
10 kWp + 8 kWh Speicher
§6a PAngV repräsentativ
- Nettobetrag
- 25.000 €
- Laufzeit
- 84 Monate
- Sollzins
- 4,29 % p. a.
- Effektivzins
- 4,42 % p. a.
- Monatsrate
- 343,80 €
- Gesamtbetrag
- 28.879,20 €
15 kWp + Speicher + Wallbox
§6a PAngV repräsentativ
- Nettobetrag
- 38.000 €
- Laufzeit
- 120 Monate
- Sollzins
- 4,29 % p. a.
- Effektivzins
- 4,42 % p. a.
- Monatsrate
- 388,50 €
- Gesamtbetrag
- 46.620,00 €
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Anlage zahlt sich praktisch selbst zurück
- KfW 270 als zinsgünstige Förder-Alternative
- Wertsteigerung der Immobilie durch Eigenstrom
- 25 Jahre Lebensdauer garantiert — danach reine Ersparnis
Nachteile
- Hohe Vorab-Investition (15.000–40.000 € üblich)
- Statik und Ausrichtung müssen passen
- Einspeisevergütung gesunken — Eigenverbrauch entscheidend
Passt Solarkredit zu deiner Situation?
Konditionen jetzt prüfen →Worauf du achten solltest
- 1
KfW 270 vs. freier Solarkredit gegenrechnen
- 2
Eigenverbrauchsanteil mit Speicher 60–80 %, ohne nur ~30 %
- 3
Solarteur-Angebot prüfen lassen (Modulqualität, Wechselrichter)
- 4
25 Jahre Lebensdauer als Renditebasis kalkulieren
Stolperfallen, auf die du achten musst
Beim Solarkredit gibt es spezifische Fallen, die mit der Förderlogik und der Anlagentechnik zusammenhängen. Diese Punkte solltest du kennen.
Solarteur-Komplettpaket ohne Vergleich
Solarteure verkaufen oft eigene Finanzierungs-Pakete als „Komplettlösung". Diese sind selten optimal — meist 1–2 Prozentpunkte über frei vergleichbarer Finanzierung. Solar-Anlage und Finanzierung getrennt vergleichen, dann optimieren.
KfW 270 ohne Hausbank-Vergleich
KfW 270 ist meist günstiger als freier Solarkredit, aber nicht alle Hausbanken bieten ihn an oder reichen die günstigen Zinsen 1:1 weiter. Hausbank-Konditionen mit zwei alternativen Hausbanken querprüfen — Differenz oft 0,5–1 Prozentpunkte.
Anlagengröße zu klein dimensioniert
Solarteure tendieren zu kleineren Anlagen, weil sie schneller verkauft sind. Bei steigenden Strompreisen + E-Auto + Wärmepumpe lohnen sich oft 12–15 kWp statt 8 kWp. Größere Anlage spart mehr, kostet aber nur ~30 % mehr — Investition skaliert nicht linear.
Speicher als Pflichtpaket verkauft
Speicher lohnt sich finanziell nicht für jeden — bei niedrigem Tagesverbrauch (Berufstätige außer Haus) oft erst sinnvoll mit E-Auto. Solarteure verkaufen Speicher oft als „Pflicht" — kritisch hinterfragen, eigenen Verbrauch durchrechnen.
Steuerliche Abgrenzung übersehen
Seit 2023 sind Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden steuer- und mehrwertsteuerfrei. Wer eine größere Anlage plant (z. B. 30+ kWp), fällt in die Regelbesteuerung mit Buchhaltungspflicht. Schwellenwert kennen und bewusst entscheiden.
Modul-Hersteller ohne Tier-1-Status
Module von Tier-1-Herstellern (z. B. Trina, JinkoSolar, Q-Cells) haben verlässliche Garantien und Servicestrukturen. Tier-2/3-Module sind 5–15 % günstiger, aber bei Insolvenz des Herstellers (häufig in der Branche) verlierst du die Garantie. Solarteur fragen, welche Tier-Klasse er einsetzt.
Welche Anbietertypen gibt es?
Drei Anbieter-Typen finanzieren Solar-Anlagen — vom KfW-Förderkredit bis zur eigenen Solarteur-Finanzierung.
KfW 270 über Hausbank
KfW-Förderkredit speziell für erneuerbare Energien. Niedrige Zinsen, lange Laufzeit, Antrag über die Hausbank.
Stärken
- Sehr günstige Zinsen (oft 0,3–1,0 Prozentpunkte unter Markt)
- 10 Jahre Zinsbindung
- Lange Laufzeiten bis 20 Jahre möglich
Schwächen
- Hausbank-Prinzip — manche Hausbanken bieten KfW 270 nicht an
- Bürokratische Antragsstrecke (4–8 Wochen)
- Sondertilgung oft eingeschränkt
Direktbanken mit Solar-Tarif
Smava, ING, DKB: zweckgebundene Solarkredite mit Zinsbonus, schnelle digitale Abwicklung.
Stärken
- Schnelle Auszahlung (5–10 Werktage)
- Vollständig digital
- Sondertilgungs-Optionen meist kostenfrei
Schwächen
- Effektivzinsen 4–6 % (über KfW-Niveau)
- Bonität muss passen
- Kürzere Laufzeiten als KfW (max. 84 Monate)
Solarteur-Finanzierung
Komplettpakete von Solarteuren mit eigenem oder Partner-Bank-Kredit. Bequem, aber selten optimal.
Stärken
- Alles aus einer Hand (Anlage + Finanzierung)
- Schnelle Bearbeitung
- Kompatibilitäts-Sicherheit Anlage zu Finanzierung
Schwächen
- Effektivzinsen meist 1–2 Prozentpunkte über Markt
- Wenig Verhandlungsspielraum
- Verschleiert oft echten Anlagen-Preis
Alternative Finanzierungswege
Je nach Eigenkapital und Steuersituation lohnen sich auch andere Finanzierungswege oder Modelle.
Eigenfinanzierung aus Erspartem
Wenn du genug Eigenkapital hast und keine bessere Anlagealternative.
Wann passt es besser
- Keine Zinskosten — sofortige Volle Rendite
- Keine Bonitätsprüfung, kein Schufa-Eintrag
- Volle Flexibilität bei Anlagenwahl
Wann nicht
- Bindet Liquidität — bei späterem Bedarf nicht verfügbar
- Opportunitätskosten (alternative Anlage-Renditen)
- Setzt Eigenkapital voraus
Mieterstrom-Modell statt Eigentümer-Anlage
Bei Mietshäusern oder als Mieter mit zustimmendem Vermieter.
Wann passt es besser
- Keine eigene Investition nötig
- Vermieter installiert und verwaltet die Anlage
- Mieter kauft günstigeren Strom direkt
Wann nicht
- Nur in spezifischen Konstellationen verfügbar
- Vermieter-Kooperation erforderlich
- Weniger Eigenverbrauchs-Flexibilität
Pacht-/Leasing-Modell
Bei Eigentum ohne Eigenkapital und ohne Bonität für Kredit.
Wann passt es besser
- Keine Anschaffungskosten
- Wartung im Paket enthalten
- Sofortige Strompreis-Senkung
Wann nicht
- Höchste Gesamtkosten über die Laufzeit
- Kein Eigentum am Ende
- Vertragslaufzeiten 15–20 Jahre
Balkonkraftwerk als Einstieg
Bei Mietern oder kleinem Bedarf bis 800 W.
Wann passt es besser
- Keine Genehmigung erforderlich
- Kosten 600–1.000 €
- Amortisation in 4–7 Jahren
Wann nicht
- Maximalleistung 800 W
- Nicht für Hauptstromversorgung geeignet
- Kein Speicher anschließbar
Rechtliches im Überblick
Beim Solarkredit gelten die normalen Verbraucherrechte plus spezielle Regelungen aus dem EEG und Steuerrecht.
- Widerrufsrecht (§495 BGB)
- 14 Tage Bedenkzeit ab Kreditvertragsabschluss. Bei Solar-Kombi-Verträgen mit Solarteur (Anlage + Finanzierung in einem Paket) gelten getrennte Widerrufsrechte für Lieferung (14 Tage Fernabsatzgesetz) und Kredit (§495 BGB). Vorab klären, ob beides gleichzeitig kündbar ist.
- EEG-Einspeisevergütung
- Garantierte Vergütung pro eingespeiste kWh auf 20 Jahre festgelegt. Aktuell ~8 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp. Höhe sinkt jedes Halbjahr leicht (Degression). Datum der Inbetriebnahme entscheidet über die Vergütungshöhe für die gesamte Laufzeit.
- 0%-Mehrwertsteuer und Einkommensteuerfreiheit
- Seit 2023: Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden mehrwertsteuer- und einkommensteuerfrei (§3 Nr. 72 EStG, §12 Abs. 3 UStG). Keine Buchhaltung, keine USt-Erklärung erforderlich. Bei Anlagen > 30 kWp normale Versteuerung als Gewerbebetrieb.
- Marktstammdatenregister-Pflicht
- Jede PV-Anlage muss beim Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden — innerhalb 1 Monat nach Inbetriebnahme. Solarteur übernimmt das meist. Bei Versäumnis Ordnungswidrigkeit, Bußgeld bis 50.000 € möglich.
- KfW 270 Konditionen
- Förderkredit mit 10 Jahren Zinsbindung, längste Laufzeit bis 20 Jahre. Sondertilgung oft eingeschränkt — als Gegenwert für günstige Zinsen. Vorfälligkeitsentschädigung bei KfW-Krediten meist höher als bei Konsumentenkrediten — nicht durch §502 BGB gedeckelt.
- Garantien und Gewährleistung
- Modul-Hersteller: typisch 25 Jahre Leistungsgarantie + 10–12 Jahre Produktgarantie. Wechselrichter: 5–10 Jahre. Solarteur-Gewährleistung: 2 Jahre auf Installation und Komponenten (BGB-Standard). PV-Versicherung gegen Sturm, Hagel, Diebstahl: 50–150 € pro Jahr empfehlenswert.
Drei Anlagengrößen mit Amortisations-Rechnung
So sehen typische Solar-Investments in der Praxis aus — Erträge, Ersparnis, Amortisationszeit.
Szenario 1
8 kWp ohne Speicher
- Investition: ca. 14.000 €
- Jahresertrag: ca. 7.500 kWh
- Eigenverbrauch ca. 30 %, Rest Einspeisung
- Jährliche Ersparnis + Vergütung: ca. 1.350 €
- Amortisation: ca. 10 Jahre
Szenario 2
10 kWp + 8 kWh Speicher
- Investition: ca. 25.000 €
- Jahresertrag: ca. 9.500 kWh
- Eigenverbrauch ca. 70 % durch Speicher
- Jährliche Ersparnis + Vergütung: ca. 2.300 €
- Amortisation: ca. 11 Jahre
Szenario 3
15 kWp + 12 kWh Speicher + Wallbox
- Investition: ca. 38.000 €
- Jahresertrag: ca. 14.000 kWh
- Mit E-Auto: Eigenverbrauch ca. 80 %
- Jährliche Ersparnis + Vergütung: ca. 3.500 €
- Amortisation: ca. 11 Jahre
Häufige Fragen
Wie schnell amortisiert sich eine Solaranlage?
Bei aktuellen Strompreisen (~0,38 €/kWh) und 70 % Eigenverbrauch: 8–12 Jahre. Mit Stromspeicher etwas länger (10–14 Jahre, dafür höherer Eigenverbrauchsanteil von 60–80 %). Garantierte Lebensdauer der Module: 25 Jahre, danach mindestens 10–15 Jahre lang reine Ersparnis.
KfW 270 oder freier Solarkredit?
KfW 270 ist meist günstiger (0,3–1,0 Prozentpunkte unter Marktzins), erfordert aber Antrag über deine Hausbank und 10 Jahre Zinsbindung. Vorteil freier Solarkredit: schneller, flexibler, bessere Sondertilgungs-Optionen. Bei kleineren Anlagen (unter 15.000 €) ist der freie Kredit oft praktischer, bei größeren Anlagen oder Speicher-Kombi lohnt KfW.
Lohnt sich noch ein Solarkredit, wenn die Einspeisevergütung gesunken ist?
Ja, die Einspeisevergütung ist heute zwar niedrig (~8 ct/kWh), aber die Rechnung läuft über den Eigenverbrauch. Du sparst pro selbst genutzter kWh etwa 38 Cent, das ist viermal mehr als die Einspeisevergütung wert wäre. Mit hohem Eigenverbrauchsanteil bleibt die Rendite trotz gesunkener Einspeisesätze attraktiv.
Wie groß sollte eine Photovoltaikanlage sein?
Faustregel: pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch eines Haushalts ca. 1 kWp Leistung. Vier-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh/Jahr → 4–5 kWp Anlage. Wenn du elektrisch heizt oder ein E-Auto fährst: 1 kWp pro 1.000 kWh zusätzlichem Verbrauch. Bei verfügbarer Dachfläche eher etwas größer planen, weil Module günstig geworden sind.
Lohnt sich ein Stromspeicher?
Hängt vom Eigenverbrauch ab. Ohne Speicher: 30 % Eigenverbrauch, weil Erzeugung tagsüber, Verbrauch abends. Mit Speicher: 60–80 %. Speicher kostet 5.000–12.000 € extra, amortisiert sich aber wegen höheren Eigenverbrauchs. Bei Strompreisen über 0,35 €/kWh fast immer wirtschaftlich, bei Wärmepumpe + E-Auto sogar sehr stark.
Was ist eine Wallbox und kostet sie extra?
Eine Wallbox ist eine fest installierte Ladestation für E-Autos (typisch 11 oder 22 kW). Kosten 700–2.000 € + Installation 500–1.500 €. In Kombination mit Solar besonders sinnvoll, weil das Auto tagsüber mit eigenem Solarstrom geladen wird. Förderung via KfW 442 endete 2023, aber regionale Programme noch aktiv.
Welche Steuerregeln gelten für Solaranlagen?
Seit 2023 gilt die 0%-Regelung: Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden sind komplett mehrwertsteuerfrei. Einspeisevergütung ist bei kleinen Anlagen (bis 30 kWp) auch einkommensteuerfrei. Bei größeren Anlagen normale Versteuerung. Vorteil: keine Buchhaltung nötig, keine USt-Voranmeldungen. Anlage funktioniert wie ein „normaler" Haushaltsgegenstand steuerlich.
Was passiert bei Defekt der Anlage?
Modul-Hersteller-Garantie: typisch 25 Jahre Leistungsgarantie (90 % Nennleistung) + 10–12 Jahre Produktgarantie. Wechselrichter: Garantie 5–10 Jahre, häufigster Schadens-Fall, Tausch ca. 1.000–2.500 €. Photovoltaik-Versicherung empfehlenswert (Storm, Hagel, Diebstahl), kostet 50–150 € pro Jahr.
Kann ich auch als Mieter eine Solaranlage finanzieren?
Mit Vermieter-Zustimmung ja, aber selten sinnvoll, weil Investition beim Auszug verloren geht. Alternative: Mieterstrom-Modell, bei dem Vermieter die Anlage finanziert und Strom an Mieter verkauft. Oder Steckersolar (Balkonkraftwerk, 800 W): erlaubt ohne Genehmigung, kostet 600–1.000 €, amortisiert in 4–7 Jahren — passt auch in Mietwohnungen.
Was kostet ein typisches Komplett-Paket?
Beispiel-Paket Einfamilienhaus: 10 kWp PV-Anlage + 8 kWh Speicher + Wechselrichter + Installation: ca. 22.000–28.000 € (netto, da 0% MwSt). Für Wallbox plus weitere 1.500–3.500 €. Komplett-Anlagen mit Premium-Komponenten (Tier-1-Module, deutscher Wechselrichter): Aufschlag 10–20 %, dafür längere Garantien.
Glossar
Die wichtigsten Begriffe rund um solarkredit — kompakt erklärt.
- kWp
- Kilowatt-Peak. Maximale Leistung der Anlage unter Standard-Testbedingungen. Eine 10-kWp-Anlage produziert in Deutschland 9.000–11.000 kWh pro Jahr (je nach Region und Ausrichtung).
- Eigenverbrauch
- Anteil des selbst produzierten Solarstroms, den du direkt nutzt (statt einzuspeisen). Ohne Speicher 30 %, mit Speicher 60–80 %, mit Wärmepumpe und E-Auto bis 90 %.
- Einspeisevergütung
- Geld, das du vom Netzbetreiber für ins Netz eingespeisten Strom erhältst. Aktuell ~8 ct/kWh für 20 Jahre garantiert. Deutlich weniger als Eigenverbrauch wert (~38 ct/kWh).
- Wechselrichter
- Wandelt den Gleichstrom der Solar-Module in Wechselstrom für Haushalt und Netz um. Häufigster Schadens-Punkt der Anlage, Garantie meist 5–10 Jahre. Tauschkosten 1.000–2.500 €.
- KfW 270
- Förderkredit der KfW für Erneuerbare-Energien-Anlagen. Niedrige Zinsen (0,3–1,0 Prozentpunkte unter Marktzins), 10 Jahre Zinsbindung, Antrag über die Hausbank.
- Balkonkraftwerk
- Mini-Solaranlage (max. 800 W), die ohne Genehmigung an die Steckdose angeschlossen werden kann. Auch für Mieter geeignet, kostet 600–1.000 €, amortisiert in 4–7 Jahren.
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Senior-Finanzredakteurin
Dr. Lena Brandl
BWL-Studium in München, 8 Jahre Wirtschaftsjournalismus. Schwerpunkt Konsumentenkredite, Bonitätsbewertung und Marktvergleiche.
Zuletzt aktualisiert
08. Mai 2026

