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KreditKompass Daten-ReportStand Berichtsjahr 2024 (Destatis, Überschuldungsstatistik, veröffentlicht 17.06.2025)

Überschuldungs-Report 2024: Erstmals ist Krankheit der häufigste Grund , knapp vor Arbeitslosigkeit

Die amtliche Überschuldungsstatistik 2024 zeigt eine Zeitenwende: Mit 18,1 Prozent ist Erkrankung, Sucht oder Unfall erstmals der häufigste Auslöser von Überschuldung , noch vor Arbeitslosigkeit mit 17,4 Prozent. Überschuldung ist damit immer seltener „selbst verschuldet" und immer häufiger Folge von Schicksalsschlägen.

 

Erkrankung, Sucht oder Unfall

Das Wichtigste in Kürze

Laut Destatis-Überschuldungsstatistik 2024 waren die häufigsten Auslöser: Erkrankung/Sucht/Unfall (18,1 %), Arbeitslosigkeit (17,4 %), unwirtschaftliche Haushaltsführung (13,7 %), Trennung/Scheidung/Tod des Partners (11,5 %) und längerfristiges Niedrigeinkommen (10,8 %). Erstmals liegt Krankheit knapp vor Arbeitslosigkeit.

  • Häufigster Auslöser 2024: Erkrankung, Sucht oder Unfall mit 18,1 Prozent.
  • Erstmals liegt Krankheit vor Arbeitslosigkeit (17,4 Prozent).
  • Auf den weiteren Plätzen: Haushaltsführung (13,7 %), Trennung (11,5 %), Niedrigeinkommen (10,8 %).
 

Erkrankung, Sucht oder Unfall

 

Arbeitslosigkeit

 

Unwirtschaftliche Haushaltsführung

 

Trennung, Scheidung, Tod des Partners

Die Zeitenwende: Krankheit überholt Arbeitslosigkeit

Jahrzehntelang war Arbeitslosigkeit der häufigste Auslöser von Überschuldung. 2024 hat sich das gedreht: Mit 18,1 Prozent ist Erkrankung, Sucht oder Unfall erstmals der häufigste Grund, knapp vor Arbeitslosigkeit (17,4 Prozent). Das zeigt, dass Überschuldung immer weniger mit „schlechtem Wirtschaften" und immer mehr mit unverschuldeten Schicksalsschlägen zu tun hat.

Was schützt , und was im Ernstfall hilft

Gegen die häufigsten Auslöser , Krankheit, Jobverlust, Trennung , kann man sich nur begrenzt versichern. Wichtig ist ein finanzieller Puffer und im Ernstfall schnelles Handeln: Ein Pfändungsschutzkonto sichert das Existenzminimum, und eine kostenlose Schuldnerberatung verhandelt mit Gläubigern, bevor aus Zahlungsproblemen eine Privatinsolvenz wird.

Methodik & Datenbasis

Datenbasis: Überschuldungsstatistik des Statistischen Bundesamts (Destatis) für das Berichtsjahr 2024, veröffentlicht am 17. Juni 2025. Es handelt sich um eine bundesweite, freiwillige Erhebung bei Schuldnerberatungsstellen mit anonymisierten Daten der beratenen Personen. Ausgewiesen sind die Hauptauslöser der Überschuldung in Prozent der Fälle. Da nur ein Hauptauslöser je Fall erfasst wird, summieren sich die Anteile nicht auf 100 Prozent (weitere Gründe und „kein eindeutiger Auslöser" ergänzen die Verteilung).

Daten nutzen & zitieren

Diese Auswertung darf mit Quellenangabe „KreditKompass" und Link auf diese Seite frei verwendet werden. Daten als CSV herunterladen.

Häufige Fragen

Was ist 2024 der häufigste Grund für Überschuldung?

Erkrankung, Sucht oder Unfall mit 18,1 Prozent der Fälle , erstmals knapp vor Arbeitslosigkeit (17,4 Prozent). Datenbasis ist die amtliche Überschuldungsstatistik des Statistischen Bundesamts.

Ist Überschuldung meist selbst verschuldet?

Nein. Die häufigsten Auslöser , Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung , sind unverschuldete Lebensereignisse. „Unwirtschaftliche Haushaltsführung" liegt mit 13,7 Prozent erst auf Platz drei.

Was tun bei drohender Überschuldung?

Früh ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) einrichten, das das Existenzminimum schützt, und eine kostenlose Schuldnerberatung kontaktieren, die mit Gläubigern verhandelt und Wege aus den Schulden prüft.

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