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Festgeld · 11 Min. Lesezeit

Festgeld Zinsrechner: So rechnest du selbst nach, mit Formel und Beispielen von 5.000 bis 100.000 €

Ein Festgeld-Zinsrechner zeigt Zinsertrag, Zinseszins und Nettoertrag nach Steuer. Wir zeigen die Formel dahinter, echte Beispielrechnungen von 5.000 bis 100.000 Euro und die fünf Rechenfehler, die den Ertrag verzerren.

Veröffentlicht am 17. August 2026

Festgeld

Ein Festgeld-Zinsrechner berechnet aus Anlagesumme, Zinssatz und Laufzeit den Zinsertrag einer Festgeldanlage, wahlweise mit Zinseszins und nach Abzug der Abgeltungssteuer. Die Rechnung dahinter ist simpel genug, um sie in zwei Zeilen selbst nachzuvollziehen. Genau das ist der Punkt: Wer die Formel kennt, erkennt sofort, wenn ein Rechner einen zu schönen Ertrag ausweist, weil er die Steuer weglässt oder jährliche Zinsgutschrift unterstellt, die der Anbieter gar nicht zahlt.

Dieser Artikel ist deshalb kein weiterer Rechner, sondern die Bedienungsanleitung dazu. Du bekommst die Formel, vier durchgerechnete Beispiele von 5.000 bis 100.000 Euro, den Unterschied zwischen jährlicher und endfälliger Zinszahlung und die fünf Fehler, die in der Praxis die meisten Euro kosten.

Was ein Festgeld-Zinsrechner genau berechnet

Festgeld ist eine Geldanlage mit fest vereinbartem Zinssatz und fester Laufzeit, bei der du während der Laufzeit in der Regel nicht über das Geld verfügen kannst. Der Zinssatz steht bei Vertragsabschluss fest und ändert sich nicht mehr, egal wie sich der Leitzins entwickelt. Genau diese Festschreibung macht die Berechnung so eindeutig: Es gibt keine variable Größe, die dir später den Ertrag verhagelt.

Ein Festgeld-Zinsrechner verarbeitet vier Eingaben und liefert drei Ergebnisse. Eingaben sind Anlagesumme, Zinssatz pro Jahr, Laufzeit in Monaten oder Jahren und der Modus der Zinsgutschrift. Ergebnisse sind Bruttozinsertrag, Endkapital und, wenn der Rechner es kann, der Nettoertrag nach Abgeltungssteuer.

Der wichtigste und am häufigsten übersehene Schalter ist die Zinsgutschrift. Bei Laufzeiten über einem Jahr entscheidet er darüber, ob Zinseszins entsteht oder nicht. Manche Banken schreiben die Zinsen jährlich dem Festgeldkonto gut und verzinsen sie mit, andere zahlen alles erst am Laufzeitende aus, wieder andere überweisen die Zinsen jährlich auf ein Referenzkonto, wo sie unverzinst liegen bleiben.

Zwei Festgeldangebote mit identischem Zinssatz können bei fünf Jahren Laufzeit spürbar unterschiedliche Erträge liefern, allein weil das eine Angebot Zinseszins zulässt und das andere nicht.

Die Formel: so rechnest du Festgeldzinsen von Hand

Es gibt zwei Formeln, je nachdem ob Zinseszins anfällt. Ohne Zinseszins, also bei endfälliger Auszahlung oder jährlicher Auszahlung auf ein Referenzkonto, gilt die einfache Zinsformel: Zinsertrag = Kapital × Zinssatz × Laufzeit in Jahren. Bei 10.000 Euro, 2,5 Prozent und drei Jahren sind das 10.000 × 0,025 × 3 = 750 Euro brutto.

Mit Zinseszins, also bei jährlicher Gutschrift auf das Festgeldkonto, gilt die Zinseszinsformel: Endkapital = Kapital × (1 + Zinssatz)^Laufzeit in Jahren. Bei denselben Werten ergibt das 10.000 × 1,025³ = 10.768,91 Euro, also 768,91 Euro Zinsertrag. Die Differenz von rund 19 Euro wirkt klein, wächst aber mit Summe, Zinssatz und Laufzeit überproportional.

Für Laufzeiten, die nicht in vollen Jahren laufen, rechnest du anteilig. Sechs Monate sind 0,5 Jahre, neun Monate sind 0,75 Jahre. Achte dabei auf die Zinsmethode der Bank: Üblich ist act/365 oder 30/360, also entweder tatsächliche Tage geteilt durch 365 oder Monate zu pauschal 30 Tagen. Der Unterschied bewegt sich bei einjährigen Anlagen im einstelligen Eurobereich, bei sechsstelligen Summen wird er sichtbar.

Der dritte Rechenschritt: die Steuer

Zinserträge in Deutschland unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf, was zusammen 26,375 Prozent ergibt. Wer kirchensteuerpflichtig ist, zahlt je nach Bundesland 8 oder 9 Prozent Kirchensteuer auf die Abgeltungssteuer, wodurch die Gesamtbelastung auf rund 27,8 bis 27,99 Prozent steigt. Vorher greift der Sparer-Pauschbetrag, der pro Person 1.000 Euro Kapitalerträge im Jahr steuerfrei stellt, bei gemeinsam veranlagten Paaren 2.000 Euro.

Praktisch heißt das: Ein Festgeld-Zinsrechner, der 750 Euro Bruttoertrag ausweist, ist für dich nur dann korrekt, wenn dein Freistellungsauftrag den Betrag abdeckt. Ist der Pauschbetrag bereits durch Tagesgeld oder Ausschüttungen aus einem ETF-Depot aufgebraucht, bleiben von 750 Euro brutto rund 552 Euro netto übrig. Die Verbraucherzentrale weist in ihren Ratgebern zu Geldanlage und Konten regelmäßig darauf hin, dass Freistellungsaufträge auf mehrere Banken verteilt und jährlich überprüft werden sollten. Details zur Verbraucherperspektive findest du bei der Verbraucherzentrale.

Vier Beispielrechnungen: 5.000 bis 100.000 Euro

Die folgenden Rechnungen nutzen einen Beispielzinssatz von 2,5 Prozent pro Jahr. Das ist ein Rechenwert zur Veranschaulichung, kein Angebot. Welcher Zins gerade marktüblich ist, hängt vom Zinsniveau ab, das die Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank laufend dokumentiert. Setze in die Formeln immer den Zins ein, der dir tatsächlich angeboten wird.

5.000 Euro, 1 Jahr, 2,5 Prozent: Der Bruttoertrag beträgt 125 Euro. Liegt ein ausreichender Freistellungsauftrag vor, bleiben 125 Euro netto. Ohne Freistellung sind es nach 26,375 Prozent rund 92 Euro. Zinseszins spielt bei einem Jahr keine Rolle.

10.000 Euro, 3 Jahre, 2,5 Prozent: Ohne Zinseszins 750 Euro, mit jährlicher Gutschrift 768,91 Euro. Die häufig gegoogelte Frage „Wie viel Zinsen bei 10.000 Euro Festgeld" lässt sich also nur mit drei Angaben beantworten: Zinssatz, Laufzeit und Gutschriftmodus.

25.000 Euro, 5 Jahre, 2,5 Prozent: Ohne Zinseszins 3.125 Euro. Mit jährlicher Gutschrift wächst das Kapital auf 25.000 × 1,025⁵ = 28.285,40 Euro, also 3.285,40 Euro Ertrag. Der Zinseszins bringt hier 160,40 Euro zusätzlich, das entspricht gut fünf Prozent mehr Ertrag ohne jedes Zusatzrisiko.

100.000 Euro, 2 Jahre, 2,5 Prozent: Ohne Zinseszins 5.000 Euro brutto, mit Gutschrift 5.062,50 Euro. Bei dieser Summe wird zusätzlich die Einlagensicherung relevant, weil die gesetzliche Sicherung pro Bank und Kunde bei 100.000 Euro liegt und die aufgelaufenen Zinsen diese Grenze überschreiten können.

Die fünf häufigsten Fehler beim Rechnen mit Festgeld

Diese fünf Punkte erklären fast jede Abweichung zwischen Rechnerergebnis und tatsächlicher Gutschrift auf dem Konto.

  1. Steuer ignoriert. Viele Rechner zeigen ausschließlich den Bruttoertrag. Bei ausgeschöpftem Sparer-Pauschbetrag fehlen rund 26,4 Prozent des angezeigten Werts.
  2. Zinseszins unterstellt, den es nicht gibt. Wenn die Bank endfällig zahlt, entsteht kein Zinseszins. Ein Rechner mit voreingestellter jährlicher Kapitalisierung rechnet dann zu hoch.
  3. Zinssatz p. a. mit Gesamtzins verwechselt. Ein Angebot mit 2,5 Prozent über drei Jahre bedeutet 2,5 Prozent pro Jahr, nicht 2,5 Prozent für den gesamten Zeitraum. Vereinzelt werben Anbieter mit dem kumulierten Gesamtzins, was optisch mehr hermacht.
  4. Prolongation übersehen. Viele Festgeldverträge verlängern sich automatisch, wenn du nicht rechtzeitig kündigst, dann aber zum aktuellen Zins, der deutlich niedriger sein kann als der ursprüngliche.
  5. Einlagensicherung nicht mitgerechnet. Wer 100.000 Euro anlegt, liegt mit den Zinsen darüber. Sinnvoll ist, die Anlagesumme so zu wählen, dass Kapital plus erwartete Zinsen unter der Sicherungsgrenze bleiben.

Jährliche Gutschrift, endfällig oder Auszahlung: was wann besser ist

Die jährliche Gutschrift auf das Festgeldkonto ist finanziell die stärkste Variante, weil nur sie Zinseszins erzeugt. Sie eignet sich für alle, die das Geld während der Laufzeit ohnehin nicht brauchen und maximalen Endbetrag wollen.

Die jährliche Auszahlung auf ein Referenzkonto eignet sich für Anleger, die einen laufenden Zinsertrag als Einkommensbaustein möchten, etwa im Ruhestand. Der Nachteil ist der entgangene Zinseszins, der Vorteil die Liquidität. Wer die ausgezahlten Zinsen sofort auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto legt, holt einen Teil davon zurück.

Die endfällige Zahlung eignet sich vor allem für kurze Laufzeiten bis zwölf Monate, weil dort ohnehin kein Zinseszins entstehen kann. Bei mehrjährigen Anlagen ist sie die schwächste Variante, es sei denn, der Zinssatz gleicht den Nachteil aus. Eine steuerliche Nebenwirkung: Bei endfälliger Zahlung fällt der gesamte Ertrag in einem Steuerjahr an, was den Sparer-Pauschabetrag schneller sprengt als eine Verteilung über mehrere Jahre.

Wenn du Laufzeiten bewusst staffeln willst, statt dich auf eine einzige Anlagedauer festzulegen, lohnt sich der Blick auf die Festgeldtreppe. Dabei verteilst du das Kapital auf mehrere Laufzeiten, sodass jedes Jahr ein Teil frei wird und zum dann gültigen Zins neu angelegt werden kann.

Zinsrechner richtig lesen: was hinter der Ergebniszahl steckt

Ein Festgeldrechner auf einem Vergleichsportal erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig, und die werden gern vermischt. Erstens rechnet er den Ertrag zu einem eingegebenen Zinssatz aus. Zweitens listet er Angebote, sortiert nach Zinshöhe. Die zweite Funktion ist keine Rechnung, sondern eine Auswahl, und die hängt davon ab, welche Banken das Portal überhaupt anbindet.

Deshalb liefern zwei Portale zum selben Suchbegriff unterschiedliche Spitzenzinsen. Kein Portal listet alle Banken Europas. Wie ein solcher Vergleich im Detail funktioniert und welche Filter du setzen solltest, haben wir am Beispiel im Artikel zum Festgeldvergleich über Verivox aufgeschlüsselt. Einen breiteren Überblick über Laufzeiten und Zinsniveau gibt unser Festgeld Vergleich 2026.

Prüfe bei jedem Rechnerergebnis drei Dinge, bevor du auf den Abschluss klickst: Steht der Zins als Effektivzins oder als Nominalzins da, wird die Zinsgutschrift genannt, und welches Land sichert die Einlagen ab. Bei Angeboten ausländischer Banken über Zinsportale greift die Einlagensicherung des jeweiligen Sitzlandes, nicht die deutsche. Was das praktisch bedeutet, erklären wir im Artikel zur Sicherheit bei ausländischen Banken über Zinsportale.

Warum Filialbanken meist schlechter abschneiden

Filialbanken haben höhere Fixkosten und einen stabilen Einlagenbestand, sie müssen also nicht über den Zins um Kundengeld werben. Direktbanken und ausländische Institute, die neues Kapital einsammeln wollen, zahlen im Schnitt mehr. Ein Beispiel aus dem Sparkassenbereich haben wir im Artikel zu Sparkasse Festgeld über 1 Jahr durchgerechnet, die Tagesgeld-Perspektive dazu findest du unter Tagesgeldkonto Sparkasse. Beide Artikel zeigen dasselbe Muster: Der beworbene Aktionszins gilt oft nur für Neukunden und eine begrenzte Frist.

Festgeld, Tagesgeld oder Kredit tilgen: der Vergleich vor der Entscheidung

Festgeld eignet sich für Geld, das du über die gesamte Laufzeit sicher nicht brauchst und für das du Planbarkeit willst. Tagesgeld eignet sich für den Notgroschen und für Geld, dessen Verwendungszeitpunkt offen ist, weil du täglich darüber verfügen kannst, dafür aber einen variablen Zins in Kauf nimmst. Welches Zinsniveau beim Tagesgeld realistisch ist, zeigt unser Tagesgeld Zinsen Vergleich 2026.

Es gibt eine dritte Option, die in Festgeldrechnern nie auftaucht: laufende Kredite tilgen. Wer einen Ratenkredit mit einem Effektivzins bedient, der über dem erreichbaren Festgeldzins liegt, verdient mit der Sondertilgung mehr als mit der Anlage, und zwar steuerfrei, weil ersparte Zinsen kein Kapitalertrag sind. Rechne das mit unserem Zinsrechner gegen: Er zeigt dir Zinslast und Tilgungsplan deines Kredits. Wie eine vorzeitige Rückzahlung praktisch abläuft und wann eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt, steht im Ratgeber Kredit vorzeitig ablösen.

Der Vergleich funktioniert nur mit derselben Kennzahl auf beiden Seiten. Beim Kredit ist das der Effektivzins nach § 6a PAngV, der alle Gebühren enthält, nicht der Sollzins. Warum diese Unterscheidung so oft schiefgeht, erklärt unser Ratgeber Effektivzins berechnen. Bevor du entscheidest, wie viel Kapital du überhaupt langfristig binden kannst, hilft ein Blick auf dein monatliches Budget mit dem Haushaltsrechner.

Solange dein Kreditzins über dem erreichbaren Festgeldzins liegt, ist Tilgen die rechnerisch bessere Anlage, weil ersparte Kreditzinsen nicht besteuert werden.

Sicherheit: was der Rechner nicht anzeigt

Die gesetzliche Einlagensicherung in der EU deckt 100.000 Euro pro Kunde und pro Institut ab, bei Gemeinschaftskonten entsprechend 200.000 Euro. Deutsche Institute unterliegen zusätzlich freiwilligen Sicherungssystemen ihrer Verbände. Die Aufsicht über Banken und die Regeln, nach denen sie arbeiten müssen, liegen bei der BaFin, die auch die Zulassung von Instituten und Vermittlern führt.

Bei Angeboten aus dem EU-Ausland haftet der Einlagensicherungsfonds des Sitzlandes. Rechtlich ist der Anspruch derselbe, praktisch unterscheiden sich Abwicklungsdauer, Sprache des Verfahrens und die Finanzkraft des jeweiligen Fonds. Wer über 100.000 Euro anlegen will, verteilt sinnvollerweise auf mehrere Institute statt auf mehrere Konten derselben Bank, denn die Grenze gilt pro Institut, nicht pro Konto.

Unabhängige Prüfungen von Anlage- und Kreditprodukten veröffentlicht regelmäßig die Stiftung Warentest, die dabei auch methodische Kriterien offenlegt. Für die Frage, wie deine eigene Bonität und deine Datenlage bei Banken aussieht, was bei der Kontoeröffnung für ein Festgeldkonto eine Rolle spielen kann, findest du Grundlagen direkt bei der SCHUFA und in unserem Ratgeber zum Schufa-Eintrag.

Schritt für Schritt: so gehst du beim Festgeldabschluss vor

  1. Anlagesumme und Anlagedauer festlegen. Nur Geld binden, das du über die volle Laufzeit sicher nicht brauchst. Notgroschen bleibt auf dem Tagesgeld.
  2. Ertrag mit der Formel überschlagen. Kapital × Zins × Jahre ohne Zinseszins, Kapital × (1 + Zins)^Jahre mit Zinseszins.
  3. Steuer abziehen. 26,375 Prozent auf den Teil des Ertrags, der über deinem freien Sparer-Pauschbetrag liegt, plus Kirchensteuer falls zutreffend.
  4. Angebote vergleichen und dabei Zinsgutschrift, Prolongationsregel und Einlagensicherung prüfen, nicht nur die Zinszahl.
  5. Freistellungsauftrag bei der neuen Bank einrichten, bevor die erste Zinsgutschrift fällig wird.
  6. Kündigungsfrist im Kalender notieren, damit sich der Vertrag nicht ungewollt zu einem schlechteren Zins verlängert.

Häufige Fragen zum Festgeld-Zinsrechner

Wie berechne ich Zinsen bei Festgeld?

Ohne Zinseszins multiplizierst du Anlagesumme mal Zinssatz mal Laufzeit in Jahren: 10.000 Euro zu 2,5 Prozent über drei Jahre ergeben 750 Euro. Mit jährlicher Zinsgutschrift rechnest du Kapital mal (1 + Zinssatz) hoch Laufzeit, also 10.000 × 1,025³ = 10.768,91 Euro. Vom Bruttoertrag ziehst du 26,375 Prozent Abgeltungssteuer ab, soweit dein Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft ist.

Wie viel Zinsen bekomme ich bei 10.000 Euro Festgeld?

Das hängt von Zinssatz, Laufzeit und Zinsgutschrift ab. Bei einem Rechenbeispiel von 2,5 Prozent ergeben 10.000 Euro über ein Jahr 250 Euro brutto, über drei Jahre 750 Euro ohne Zinseszins und 768,91 Euro mit jährlicher Gutschrift. Ohne freien Sparer-Pauschbetrag bleiben davon nach Steuer rund 74 Prozent übrig.

Welche Bank hat aktuell die besten Festgeldzinsen?

Eine dauerhaft gültige Antwort gibt es nicht, weil sich Festgeldzinsen mit dem Zinsniveau ändern und die Spitzenposition häufig wechselt. Als Muster gilt: Direktbanken und Institute aus dem EU-Ausland zahlen im Schnitt mehr als Filialbanken, weil sie aktiv Einlagen einwerben. Prüfe bei jedem Spitzenangebot zusätzlich Sitzland, Einlagensicherung und Prolongationsklausel.

Welche deutsche Bank zahlt die höchsten Zinsen für Festgeld?

Unter den deutschen Instituten liegen typischerweise Direktbanken ohne Filialnetz vorn, während Sparkassen und Genossenschaftsbanken meist am unteren Ende rangieren. Der Grund ist strukturell: Wer ein dichtes Filialnetz betreibt und einen stabilen Einlagenbestand hat, muss nicht über den Zins konkurrieren. Vergleiche deshalb immer tagesaktuell und nicht anhand älterer Ranglisten.

Lohnt sich Festgeld bei niedrigem Zinsniveau überhaupt?

Festgeld lohnt sich dann, wenn du Planungssicherheit brauchst und der gebotene Zins über dem Tagesgeldzins liegt, den du realistisch dauerhaft bekommst. Sinkt das Zinsniveau, ist ein langlaufendes Festgeld im Vorteil, weil dein Zins festgeschrieben bleibt. Steigt es, bist du gebunden, weshalb eine Staffelung über mehrere Laufzeiten das Zinsänderungsrisiko dämpft.

Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?

In der Regel nein. Festgeld ist bis zum Laufzeitende gebunden, ein Anspruch auf vorzeitige Auszahlung besteht nicht. Manche Banken lassen eine vorzeitige Auflösung in Härtefällen zu, meist gegen deutliche Zinsabschläge. Plane deshalb nur Kapital ein, das du über die volle Laufzeit entbehren kannst, und halte den Notgroschen separat auf einem täglich verfügbaren Konto.

Das Wichtigste zum Mitnehmen

Ein Festgeld-Zinsrechner ist nur so gut wie die Annahmen, die du ihm mitgibst. Zwei Formeln, eine Steuerquote und die Frage nach der Zinsgutschrift reichen aus, um jedes Ergebnis in zwei Minuten selbst zu prüfen. Wer diese Prüfung macht, erkennt sofort, ob ein beworbener Ertrag brutto oder netto gemeint ist und ob der Zinseszins im Vertrag tatsächlich vorgesehen ist.

Wir bei KreditKompass halten es für sinnvoller, dir die Rechenlogik zu erklären, als dir eine einzelne Zahl zu präsentieren, die morgen nicht mehr stimmt. Prüfe vor jedem Abschluss Zinsgutschrift, Prolongation und Einlagensicherung, und stelle dem Festgeldertrag ehrlich die Alternative gegenüber, einen laufenden Kredit schneller zu tilgen.

KI-Redakteurin · KI-Redaktion

Lyra

Lyra ist die KI-Redakteurin von KreditKompass. Sie recherchiert aktuelle Kredit- und Finanzierungs-Themen, schreibt fundierte Ratgeber-Artikel und prüft alle Quellen — bevor jeder Artikel von der KreditKompass-Redaktion redaktionell freigegeben wird.

Zuletzt aktualisiert

17. August 2026

ℹ️ Dieser Artikel wurde von unserer KI-Redaktion verfasst und vor Veröffentlichung von der KreditKompass-Redaktion geprüft. Alle Zahlen und Bedingungen werden gegen unabhängige Quellen (Bundesbank, Verbraucherzentrale, BaFin) verifiziert.

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